Glasgravur – Ein Abschiedsgeschenk

GlasgravurSchon öfter durfte ich für die Belegschaft der MAN, in der mein Mann arbeitet, eine Glasgravur fertigen. Letztes Jahr stand der Abschied seines Chefs an, den auch ich gut kenne, da ich von ihm immer die Heidschnuckenwolle bekomme. Von daher war es mir ein Anliegen, etwas „Besonderes“ zu machen. Die Idee, die gesamten Unterschriften der Mannschaft zu verewigen, kam vor ein paar Jahren schon mal gut an. Also haben wir uns zusammengesetzt, gefeilt und getüfelt, bis wir mit dem Gesamtbild zufrieden waren.
Ich habe alles auf die Rückseite eines Bilderrahmenglases graviert (natürlich spiegelverkehrt, was gar nicht so einfach ist, weil das Hirn die Buchstaben immer umdrehen will *lach), den Rahmen mit schwarzem Papier ausgelegt, damit man die Glasgravur erkennt und voilà! Fertig ist das Bild und gefällt richtig gut.

Nicht nur Bilderrahmen

GlasgravurDie große Bandbreite an verschiedenen Glasrahmen lässt viele Möglichkeiten der Glasgravur zu, sodass man für jeden Anlass das Passende findet. Jedoch lassen sich (mit dem entsprechenden Werkzeug) nicht nur Bilderrahmen gravieren. Auch Spiegel und Gläser waren schon vor meiner Experimentierwut nicht gefeit. Mag das Vorlagen-Aufbringen bei Glas weitaus leichter sein als bei Gravuren auf tierischem Material, heißt es hier: Konzentration! Ein Strich daneben, einer dahin, wo er nicht hingehört, dann ist es rum. Weil Ausbessern ist nicht. Horn (zum Beispiel) lässt sich nochmal abschleifen. Glas nicht.
Ich wurde schon oft gefragt, ob ich auch tatowiere. Schließlich muss ich das doch, wenn ich drei Maschinen daheim hab?! Und meine Antwort lautete immer, und wirds auch immer sein: NEIN! Stellt euch mal vor, ich hau da daneben. Haut abschleifen, um den Fehler zu korrigieren ist nicht. Gut, könnte man machen, will aber keiner. Deswegen (so wie ich es selbst halte): immer zum Profi, schließlich ist das was für die Ewigkeit und kann NICHT abgeschliffen werden!

Glas gibt es nicht nur in Form von Trinkgläsern, Spiegeln oder Bilderrahmen. Schon die alten Wikinger wussten, wie man Glas nach seinen Wünschen verformt. Wie genau das geht und was man daraus herstellen kann, werde ich euch hier ein anderes Mal erzählen.


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Bilder „Glasgravur“ © Horngravur

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